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Performance-Lesung | Kohlhaas geschlagen

13. September 2023 20:00 Uhr 22:00 Uhr

Bild: TRIANGEL Transfer | Kultur | Raum

Am Mittwoch, den 13.09., lädt das collectif blamage um 20 Uhr zur szenisch-performativen Lesung Heinrich von Kleists “Michael Kohlhaas” ein.

Zwei Menschen – Ein Schlagzeug – Dunkelheit.

ZING KA ZZZ. Gelesen wird “Michael Kohlhaas”; der größte Rachefeldzug gegen FFFFSS staatliche Ungerechtigkeit.

Der Text eckt an, verbindet sich mit dem Schlagzeug zur EEEEEROSION, die erst Stein für Stein, dann lauter und immer stärker werdend die Grundlagen der Rechtsstaatlichkeit mit sich wegzureißen scheint. Er zerreibt sich an den Säulen einer Ordnung, die unumstritten schienen.

Ungerecht und selbstgerächt? TSCHRACK, ROOOOOM!

Die Gegenwart mischt sich ein.

Die szenisch-performative Lesung des collectif blamage setzt sich mit dem Politikum des bürgerlichen Widerstandes auseinander und versucht kritisch mit der Ikonisierung Kohlhaas zu brechen.

Wer darf Widerstand leisten? Wer muss sich zur Wehr setzen? Sind Widerstands-Bewegung auch immer identitäre Momente? Wie bilden sich das Wir und Ihr ? Wer findet sich im Für und Wider?

Angelehnt an Kleists Text wird die nur allzu gegenwärtige Suche nach politischen Wehrmöglichkeiten, Bürger- und Bürgerinnenbewegungen und strukturellem Privileg im Widerstand betrachtet und sich getraut, Fragen zu formulieren, wo Antworten nur erahnt werden können.

Kohlhaas geschlagen – Team

Performance:
Jannik Rodenwaldt ist freier Schauspieler, Performer, Regisseur. Er studierte Schauspiel an der Anton-Bruckner-Universität in Linz, Österreich. Danach folgten Engagements an den Theatern in Linz, Chemnitz und Hof. Seit 2020 arbeitet er freischaffend.

Stets interessiert am Verschieben von Wahrheiten und dem radikalen Zusammentreffen unterschiedlicher Wirklichkeiten, ist er der Meinung: Kunst ist nie unpolitisch. Deshalb engagiert er sich in verschiedenen Gewerkschaften und Verbänden wie der GDBA, dem LAFT Berlin und dem Ensemble Netzwerk.


Schlagzeug:
Paul Heinken ist freier Architekt und Schlagzeuger. Das Instrument begleitet ihn seit seiner Kindheit und führte zu diversen Bandprojekten und einer Lehrtätigkeit. Im darauffolgenden Architekturstudium verbindet er die Regeln und Strukturen der Architektur mit denen der Musik. Seine Projekte befassen sich mit visueller und akustischer Raumwahrnehmung.


Dramaturgie:
Naomi Saupe ist als Dramaturgin und Regiesseurin in der Freien Szene Leipzigs aktiv. Ihren Weg zum Theater hat sie über ihre Regieassistenz am Integrativen Theater zu Kiel und ein anschließendes Studium der Theaterwissenschaft gefunden. Ersteres hat ihr anhaltendes Interesse für Projekte mit im Theater oftmals unterrepräsentierten Personen geschärft. Zuletzt beschäftige sie sich in diversen theatralen Formaten mit Konzepten von Identität und Selbst.

Produktionsleitung:
Charlotte Maass (sie/ihr) arbeitet als freie Produktionsleitung. Anknüpfend an ihr Studium der Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin, sammelt sie Erfahrungen in der kollektiven Künstlerischen Leitung des Berliner Ringtheaters. Parallel dazu erarbeitet sie mit ihrem 2022 gegründeten Kollektiv ME AND MY BITCHES Performanceprojekte in der Freien Szene Berlins. Hierbei setzt sie sich unter anderem mit der Dekonstruktionvon Gender auseinander

CREDITS:

Jannik Rodenwaldt – Stimme, Konzept
Paul Heinken – Percussion, musikalisches Konzept
Naomi Saupe – Regie, Text
Charlotte Maaß – Produktionsleitung
Teresa Welte – Graphik
Deividas Pašilis – Technik
Lara Müller – Fotografie

In Kooperation mit dem Regionalen Demokratiezentrum Karlsruhe – Maßnahme des Demokratiezentrums Baden-Württemberg. Das Demokratiezentrum wird gefördert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt hat, und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Kostenlos kostenlos, solange die Plätze reichen

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