TRIALOG | Wehrhafte Demokratie
18. September 19:00 Uhr – 21:00 Uhr
Komm zum TRIALOG und lerne mehr zum Thema Wehrhafte Demokratie: „Ist es zu spät für die Zivilgesellschaft – müssen Recht und Institutionen nun die Demokratie schützen?“ Bei der Podiumsdiskussion warten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft auf dich.
Die Demokratie in Deutschland, aber auch weltweit, steht zunehmend unter Druck durch rechte und autoritäre Tendenzen. Immer häufiger werden Forderungen laut, Partei- und Berufsverbote zu verhängen und die Institutionen zum Handeln aufzufordern, um die Demokratie zu schützen. Doch ist dies wirklich die Lösung oder liegt die Verantwortung für den Schutz der Demokratie bei der Zivilgesellschaft? Was bedeutet eine wehrhafte Demokratie in der heutigen Zeit, und wer trägt die Verantwortung für ihren Erhalt?
Um diese grundlegenden Fragen zu erörtern, laden wir im Rahmen der Tage der Demokratie zu einem spannenden Trialog ein:
Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze, Zeithistoriker, wird das Spannungsfeld aus historischer und aktueller wissenschaftlicher Perspektive beleuchten, während Jörg Müller, Präsident des OLG Karlsruhe, den gesellschaftlichen Blickwinkel einbringt. Jonas Pasche, Unternehmer und Gründer von UberSpace, wird zeigen, wie demokratische Wirtschaftsmodelle in der Praxis umgesetzt werden können. Ergänzt wird das Podium durch Frank Roth, Vizepräsident der IHK Karlsruhe, der sich mit der Verantwortung der Wirtschaft für die Demokratie auseinander setzt, und Stefanie Wally, Sprecherin des Karlsruher Bündnisses für Demokratie und Menschenrechte.
Im Austausch zwischen diesen Experten wird die Frage diskutiert, ob es zu spät für die Zivilgesellschaft ist und inwiefern Recht und Institutionen nun die Demokratie schützen müssen. Du bist herzlich eingeladen, mitzudiskutieren und deine Perspektiven einzubringen.
Einlass ab 18:30 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Forum Recht.
Zu Gast

Stefanie Wally ist Sprecherin des Karlsruher Bündnisses für Demokratie und Menschenrechte. Das Bündnis vereint über 75 Karlsruher Organisationen und Institutionen, die sich gemeinsam für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen. Die studierte Germanistin, Historikerin und Politikwissenschaftlerin wirkt heute als Moderatorin, Trainerin und Kulturschaffende. Mit ihrem Engagement verfolgt sie das Ziel, Menschen zu stärken und Haltung sichtbar und erlebbar zu machen.

Jörg Müller, seit gut 30 Jahren in der Justiz, derzeit Richter und Präsident des OLG Karlsruhe mit rund 4000 Beschäftigten im OLG-Bezirk zwischen Wertheim und Waldshut-Tiengen bei 52 Amts- und 9 Landgerichten. Aktiv für Rechtsstaat und Demokratie im Hauptberuf, seit einiger Zeit zudem mit wöchentlichem Podcast „Samt versus Seide“ zu Recht und Justiz sowie allgemein zu demokratie- und rechtspolitischen Fragen auf Social Media (LinkedIn und Mastodon). Dort findet man in Kürze auch das OLG Karlsruhe mit „Recht.SymBadisch“ zu Rechtsfällen und Berufsbildern aus der badischen Justiz.

Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze forscht, lehrt und veröffentlicht zur politischen Geschichte am KIT und ist der einzige deutsche Zeithistoriker, der u. a. auf LinkedIn öffentlich für einen sofortigen AfD-Verbotsverfahrensantrag eintritt.

Jonas Pasche führt seit 23 Jahren ein Webhosting-Unternehmen, bei dem sich die Kunden den Preis selbst aussuchen – und die Angestellten ihr Gehalt.

Frank Roth ist Vorstand der AppSphere AG, einem Innovationspartner und Spezialisten für digitale Transformation und Künstliche Intelligenz. Als Vizepräsident der IHK Karlsruhe engagiert er sich für die Belange der Wirtschaft in der Region.
