MuT2Go | Wissenschaftsfreiheit ist kein Naturgesetz
24. Juni 13:30 Uhr – 14:30 Uhr

Warum Wissenschaftskommunikation und Public Engagement demokratische Gesellschaften stärken
Wissenschaft ist eine zentrale Grundlage von demokratischen Entscheidungsprozessen. Die Unabhängigkeit von Wissenschaft jedoch keine Selbstverständlichkeit- auch wenn im Grundgesetz garantiert.
Aus systemtheoretischer Perspektive erfüllen Wissenschaft und Politik unterschiedliche Funktionen: Wissenschaft sucht nach evidenzbasierten Erkenntnissen, Politik organisiert Mehrheiten und trifft gesellschaftlich verbindliche Entscheidungen.
Spannungen entstehen dort, wo politische Akteure versuchen, wissenschaftliche Erkenntnisse zu beeinflussen, zu unterdrücken oder zu verzerren sowie politischen Zielsetzungen unterzuordnen. Welche Folgen hat dies für Wissenschaft und Demokratie? Und welche Rolle können Wissenschaftskommunikation und Public Engagement dabei spielen, die gesellschaftliche Funktion von Wissenschaft als Grundlage politischer Entscheidungsprozesse sichtbar und wirksam zu machen?
In dieser Session diskutieren wir die Bedeutung der Wissenschaftsfreiheit als Grundpfeiler moderner Demokratien. Gemeinsam betrachten wir aktuelle Herausforderungen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft und fragen, wie transparente, dialogorientierte Wissenschaftskommunikation dazu beitragen kann, wissenschaftliche Unabhängigkeit zu stärken und evidenzbasierte Entscheidungsprozesse zu unterstützen.
Die Session lädt dazu ein, Wissenschaftskommunikation und Public Engagement nicht nur als Vermittlung von Wissen zu verstehen, sondern als Beitrag zur Stabilität und Zukunftsfähigkeit demokratischer Gesellschaften.
Die Session ist für alle, die sich für diese Themen interessieren
- Wissenschaftsfreiheit und Demokratie
- Wissenschaftskommunikation und Public Engagement
- Wissenschaft, Politik und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse
- Evidenzbasierte Entscheidungsfindung
Impulsgeber
Oliver Häußler ist Strategieberater und Facilitator für Wissenschaftskommunikation und Public Engagement am Zentrum für Medienkompetenz und am Public Engagement Hub der Universität Tübingen. Erkenntnisse entwickelt und vermittelt er am liebsten im Dialog mit anderen Menschen – ko-kreativ, partizipativ und praxisnah.
Speaker
