LIVE-PODCAST | Der verlorene Faden | musikalisch umrahmt von Indiepop-Band Elaj
27. Juni 15:00 Uhr – 18:00 Uhr

Zwischen Analyse und Ausdruck treffen Kunst und Wissenschaft aufeinander. Im Gespräch erforschen wir, wie beides voneinander lernen und wie ein Zusammenspiel aussehen kann.
Am Samstag bieten wir ein mit dem Live-Podcast „der verlorene Faden“ ein Gesprächsformat, in dem Host Andreas Egginger gemeinsam mit wechselnden Gästen aus Kunst und Wissenschaft dialogische und inspirierende Diskussionen führt.
In dieser Ausgabe trifft er auf Dr. Dana Mahr (ITAS) und Dr. Franziska Sörgel (ITAS), die sich in ihrem neuen Buch fragen, wie die Klimakrise Wirtschaft und Gesellschaft verändert und wer davon profitiert. Ebenso dabei ist der Autor Sebastian „Schnitzel“ Aumann sowie Beate Meiswinkel (ITAS).
Musikalisch umrahmt wird der Programmpunkt durch Indiepop der Band Elaj.
Indipop-Band Elaj

Zwischen Umzugskisten und Lichterketten schreibt Elaj aus Heidelberg Songs im 13qm WG Zimmer. Entstanden aus einem Duo-Projekt hat sich nun eine Band rund um Songwriter*in Elaj (dey/keine) formiert, die die Bühne und alle Hüften im Raum zum Wackeln bringt. Im Vordergrund von Elajs Musik steht ein Duett aus
Gitarrenmelodien und Gesang, das sich um kratzige Fragen der eigenen queeren Identität und Herzen in allen Aggregatszuständen windet. Leichtfüßig vereinen sich dabei bildhafte Sprache, perkussives Gitarrenspiel und Worte, die berühren. In dynamischen live Sets entlädt sich der warme und rhythmische Sound der Band: federnd, voller Gitarren und emotional aufgeladen.
Gästinnen und Gäste

Dr. Dana Mahr ist Forscherin am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am KIT. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Technikfolgenabschätzung, Partizipation, digitaler Öffentlichkeit und Fragen gesellschaftlicher Verantwortung. Sie forscht unter anderem zu KI, Desinformation, Deepfakes, digitaler Gesundheit und epistemischer Gerechtigkeit. Gemeinsam mit Franziska Sörgel hat sie den Band Profit statt Planet? Kapitalismus im Zeitalter der Klimakatastrophe herausgegeben. Im August erscheint außerdem ihr neues Buch Inklusives Wissen. Die Bedeutung von epistemischer Diversität für die Technikfolgenabschätzung bei oekom science.

Dr. Franziska Sörgel ist Wissenschaftlerin am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am KIT. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Science and Technology Studies, Technikfolgenabschätzung, Partizipationsforschung und Fragen gesellschaftlicher Bewertung und Wirkung. Sie forscht unter anderem zu partizipativen Verfahren in Forschungsorganisationen, Reallaboren, KI-Governance, Transformationsprozessen und den sozialen Bedingungen technologischer Innovation. Gemeinsam mit Dana Mahr hat sie den Band Profit statt Planet? Kapitalismus im Zeitalter der Klimakatastrophe herausgegeben. In ihrer aktuellen Forschung fragt sie, wie Wissenschaft gesellschaftliche Verantwortung übernimmt und wie Wirkung, Beteiligung und Transfer dabei kritisch, empirisch und institutionell neu gedacht werden können.

Sebastian „Schnitzel“ Aumann lebt mit seiner Topfpflanze Kenny in der Karlsruher Südstadt. Aufgrund eines ausgeprägten Hangs zur Grübelei, Faulheit, rau verpackter Sensibilität und Nachtschwärmerei versuchte er nach der Schule, von der er einen erheblichen Teil in der ersten Reihe verschlief, eine Tätigkeit zu finden, die ihn nicht ins Irrenhaus bringt oder ihn zwingt, früh aufzustehen. Nach dem Abitur und einem FSJ in einer Jugendhilfeeinrichtung in Augsburg, studierte er Ideengeschichte am KIT Karlsruhe bis ihm das Ganze zu blöd wurde und er die Zahlungen einstellte. Seine Texte sind schon überall erschienen, von Bad bis Küchentisch, gelegentlich auch unter dem Bett und neben der Toilette. Im April 2022 veröffentlichte Aumann sein Erstwerk „Ausgesprochenes Unverständnis“, ein, mit Kurzgeschichten durchzogener, Gedichtband.

Beate Meiswinkel (ITAS, KIT) schreibt in ihrer Freizeit, seit sie 17 ist.
Als Genre-Grenzgängerin bewegt sie sich zwischen Fiktion, Phantasie, Magie und Wirklichkeit. Sie schreibt Tagebuch, Mikrotexte, Gedichte, Kurzgeschichten und Erzählungen; langsam aber sicher arbeitet sie sich „in Richtung Roman“ vor.
Sie veröffentlichte im Rahmen lokaler Schreibwettbewerbe mehrere Kurzgeschichten beim Röser-Verlag und schrieb für Fanzines und Blogs im Musikbereich. 2025 erschien ihre Erzählung „Machine Gun Evolution“ online in englischer Sprache bei Springer Nature. Eine Reihe kurzer Prosa-Texte und Gedichte veröffentlicht sie seit 2025 auf ihrem Instagram-Profil.